Der erste Tag - Anja Zandt (10. Teil)

Anja seufzte, als sie neben Sebastian im Wagen Platz nahm.

„Es ist alles so unglaublich. Ein Betriebsrat! Wozu brauchen wir den? Wir müssen jetzt zusammenhalten und das unterbinden. Ich bin so froh, dass du der gleichen Meinung bist. Ach, Sebastian, das wird Roland schwer getroffen haben. So eine Attacke. Er fühlt sich, als hätte man ihm ein Messer in den Bauch gerammt. Und das von denjenigen, für die er sich immer einsetzt.“

Während Sebastian fuhr, erklärte ihm Anja was Roland dachte und fühlte. Sie verdeutlichte ihm mit tragödienreifer Mimik, wie sehr sie unter dem litt, was sie einen Vertrauensbruch der Kollegen nannte. Was für ein Verrat diese Einladung zur Betriebsversammlung war.

Sebastian stimmte zu. Ganz dumpf witterte er eine Chance. Ein klares Bild zeichnete sich noch nicht ab, doch ganz vorbewusst ahnte er, wie sehr ihm diese Gelegenheit nützlich sein konnte.

Zwischen ihren Äußerungen, die Spekulationen zu vermeintlichen Fakten machten, lotzte sie Sebastian zum Haus, das sie mit Roland bewohnte. Dort angkommen bat sie Sebastian auf einen Augenblick mit hinein.

„Ich bin zwar total fertig und muss mich gleich mal hinlegen, bevor Elvira kommt. Aber komm doch noch einen Moment rein.“

Sebastian begleitete Anja bis ins Wohnzimmer.

„Willst du ein Bier?“

„Gerne.“

„Im Kühlschrank steht welches. Bring mir bitte eins mit. Ich bin völlig am Ende von dem Schwachsinn.“

Sebastian ging in die Küche, holte zwei Bier, öffnete sie mit seinem Feuerzeug, da er die Schubladen nicht nach einem Öffner durchsuchen wollte. Es erschien ihm zu intim.

Er kehrte ins Wohnzimmer zurück. Anja lag ausgestreckt, den Handrücken ihrer rechten Hand an der Stirn auf dem Sofa. Mit einer weit ausholende Geste dieser Hand wies sie auf einen Sessel.

„Setz dich doch. Lass uns auf die Verhinderung des Betriebsrates trinken.“

Sebastian nahm einen tiefen Schluck aus der Flasche, Anja einen kleinen. Sebastian stellte die Flasche auf den gläsernen Couchtisch. Dabei fiel sein Blick auf Anjas Schenkel. Ohne Bewusstsein glitt sein Blick etwas höher und er erblickte das zarte Rosa, das er vor einigen Stunden schon einmal betrachten durfte.

„Ich weiß, was du jetzt willst“, sagte Anja. „Fürs nach Hause fahren darfst du noch mal gucken.“

Anja zog ihren Rock höher und gewährte Sebastian einen ausdauernden Blick auf ihre Möse. Für beide gerann der ganze Kosmos zu erregter Stille.

Flüsternd fragte sie: „Willst du mal anfassen?“

Sebastian wollte antworten, doch er konnte nicht. Er war gefesselt. Er rutschte von seinem Sessel hinunter. Langsam führte er seine Hand an Anjas Scham, auf der sich ein feuchter Film gebildet hatte. Als er sie schließlich berührte, durchfuhr ihn ein Schaudern. Er merkte, wie hart er geworden war.

Sebastian erhob sich etwas und näherte seinen Mund dem Ort, an dem er eben noch seine Hand gehabt hatte. Sebastian versenkte seine Zunge in Anjas feuchter Mitte.

Anja stöhnte zielführend.

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